Sonntag, 12. Dezember 2010

12. Dezember

Das Büblein auf dem Eis
(v. Friedrich Güll)
Gefroren hat es heuer noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht zu sich so leis:
"Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen,
Wer weiß.....
Das Büblein stampft und hacket
mit seinen Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach, schon bricht´s hinein.
Das Bübchen planscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.....
"O, helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee,
o, helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!"
Wär nicht ein Mann gekommen,
der sich ein Herz genommen
O,WEH!!.....
Der packte es beim Schopfe
Und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat geklopfet,
es aus!.....

1 Kommentar:

  1. Das waren noch Zeiten,als du und Lara dieses Gedicht noch auswendig gelernt habt.
    STOLZ!!!!
    Kussi
    Mama

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